EU-Parlament stimmt zu!

EU-Parlament stimmt zu!

Klare Mehrheit für Glyphosat-Neuzulassung!

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 13.04.16 14:37 Uhr

Im EU-Parlament hat die große Koalition aus Konservativen und Sozialdemokraten die Neuzulassung von Glyphosat gestimmt. Die durchaus gut begründeten Einwände des eigenen Fachausschusses und der Grünen fanden kein Gehör. Die Mehrheit der EU-Bürger ist gegen das Pestizid.

Die EU Ratte Schulz

Die EU Ratte Schulz

Das EU-Parlament hat sich für eine weitere Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat ausgesprochen – allerdings nur für sieben und nicht für 15 Jahre wie von der EU-Kommission geplant. Der Kompromiss, den die Konservativen vorgeschlagen hatten, wurde am Mittwoch in Straßburg mit klarer Mehrheit verabschiedet. Forderungen von Grünen und Teile der Linken, die Zulassung gar nicht zu erneuern, fand damit keine Mehrheit.

Die Mehrheit der EU-Bürger ist einer aktuellen Umfrage zufolge gegen das Pestizid, dem die WHO die Möglichkeit zuschreibt, krebserregend zu sein.

Deutschland hat sich dieser Tage bereits für eine Neuzulassung ausgesprochen, womit die wesentlichen Hindernisse beseitigt sein dürfte – Monsanto kann in Europa weiter auf einen lukrativen Markt bauen.

374 Abgeordnete stimmten für die beschränkte Neuzulassung, 225 votierten dagegen und 102 enthielten sich. Das Parlament forderte die Kommission zugleich auf, eine Liste von Beistoffen zu erstellen, die in Insektenvernichtungsmittel nicht mehr verwendet werden dürfen. Außerdem soll sie einen Plan erarbeiten, um den Einsatz des Pflanzengifts zu reduzieren.

Die Marktzulassung für Glyphosat, den in Deutschland und weltweit am meisten eingesetzten Wirkstoff zur Unkrautvernichtung, läuft in der EU Ende Juni aus. Bis dahin muss die Brüsseler Behörde entscheiden, ob sie das Mittel erneut zulässt – und für wie viele Jahre. Dabei ist die Kommission nicht verpflichtet, der Forderung des Europaparlaments zu folgen.

Die SPD-Abgeordnete und Umweltschutzexpertin Susanne Melior verteidigte den vom Parlament verabschiedeten Kompromiss. Ein sofortiges Verbot von Glyphosat wäre „unrealistisch“, betonte sie. Die europäische Landwirtschaft sei von Futtermittel-Importen etwa aus den USA und Brasilien abhängig, die mit Glyphosat behandelt worden seien.

Die Brüsseler Kommission hatte Anfang März eine Abstimmung über die geplante Neuzulassung von Glyphosat, die für 15 Jahre gelten sollte, verschoben, weil es im zuständigen Fachausschuss keine Mehrheit gab. Der Ausschuss, dem Experten aus den 28 EU-Staaten angehören, soll sich im Mai erneut mit der Frage befassen.

Die Verwendung von Glyphosat sorgt in der EU seit Jahren für Streit, einige Mitgliedsstaaten haben Bedenken gegen die weitere Zulassung geäußert. Umweltschützer machen geltend, dass das Pflanzengift in den menschlichen Organismus gelangt und möglicherweise krebserregend ist.

Mit diesem Argument hatte sich im EU-Parlament der Ausschuss für Umwelt- und Gesundheitsschutz gegen eine Neuzulassung ausgesprochen. Er verwies auf eine Warnung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), die Glyphosat im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft hatte.

Nach Angaben des EU-Parlaments ist der weltweite Verbrauch von Glyphosat in den vergangenen Jahrzehnten um das 260-Fache angestiegen – von 3200 Tonnen im Jahre 1974 auf 825.000 Tonnen im Jahre 2014. In Deutschland werden etwa 40 Prozent der Ackerfläche mit glyphosathaltigen Pflanzengiften behandelt.

Zustimmung zu Glyphosat

Deutschland knickt vor Monsanto ein!

Deutsche Wirtschafts Nachrichten – Veröffentlicht: 12.04.16 11:20 Uhr

Die Bundesregierung ist vor dem Saatgut-Konzern Monsanto eingeknickt und stimmt der Neuzulassung von Glyphosat zu. Die Entscheidung ist eine schwere Niederlage für die Gegner des Pestizids, welches sogar von der WHO als vermutlich krebserregend eingestuft wird.

Glyphosatverbieten1Im Streit um die Zukunft des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Europa gibt die Bundesregierung grünes Licht für eine Neuzulassung. Die Süddeutsche Zeitung zitiert am Dienstag aus einem Schreiben des Landwirtschaftsministeriums an die EU-Kommission von Ende März: „Mit seiner Zustimmung möchte Deutschland dazu beitragen, das Verfahren zur Wiedergenehmigung des Wirkstoffs Glyphosat (…) erfolgreich abzuschließen.“

Im Hinblick auf Einschränkungen ist das Papier offenbar vollkommen vage:

Deutschland sei „sehr offen“ für das Anliegen einiger Mitgliedstaaten, Glyphosat zur „Steuerung des Erntetermins“ auszuschließen, zitierte die Zeitung. Zudem wolle die Bundesregierung versuchen, eine Textpassage zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Genehmigungsverordnung zu verankern.

Die Zulassung des Pestizids läuft in der EU im Juni aus. Kritiker wollen Glyphosat verbieten, weil es laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung krebserregend sein kann. Die EU-Kommission dagegen sieht aufgrund von Empfehlungen der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde Efsa keinen Grund, Glyphosat in der EU vom Markt zu nehmen.

Sogar die WHO hat das Pesitizid als „vermutlich krebserregend“ eingestuft.

Eine Entscheidung des zuständigen EU-Fachausschusses zur weiteren Zulassung des Mittels war im März vertagt worden, da sich weder für eine Verlängerung noch für ein Verbot von Glyphosat eine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten abzeichnete. Die Bundesregierung äußerte sich nicht zu ihrem Abstimmungsverhalten.
Aus der Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Grünen geht hervor, dass die EU-Kommission offenbar eine schnelle Entscheidung herbeiführen will. „Die EU-Kommission hat deutlich gemacht, dass eine weitere Zwischenverlängerung seitens der Kommission keine Verfahrensoption darstellt“, heißt es dort.
Auch die Bundesregierung befürwortet demnach, „jetzt“ über die Genehmigung abzustimmen. Ein Ergebnis der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), die sich derzeit ebenfalls mit dem Pflanzengift beschäftigt, will die Bundesregierung nicht abwarten.
„Agrarminister Schmidt setzt das vollkommen falsche Signal, wenn er ausgerechnet jetzt die deutsche Zustimmung zur Glyphosat-Zulassung ankündigt. Diese Woche werden sich voraussichtlich die Länder-Agrarminister und das Europaparlament deutlich gegen die übereilte Neuzulassung des Universal-Pflanzenvernichters positionieren“, erklärte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner. Schmidt dagegen pfeife auf die Bewertung der ECHA-Experten und wolle „offenbar auf Biegen und Brechen“ zusammen mit der EU-Kommission „die ganz schnelle Entscheidung pro Glyphosat“.
Die auf industrielle Produktion abgestellte Landwirtschaft in der EU, die mit Milliarden-Subventionen aus Steuergeldern gefördert wird, kann ohne großflächigen Einsatz von Pestiziden nicht funktionieren. Glyphosat ist das deutschland- und weltweit am meisten verkaufte Pestizid und wird sowohl in der Landwirtschaft als auch in privaten Gärten sehr häufig verwendet. Etwa 40 Prozent der Ackerfläche wird in Deutschland mit glyphosathaltigen Pflanzengiften behandelt.
Monsanto hat eine der stärksten Lobbys in Brüssel, die bis in die Lebensmittelbehörde Efsa reicht. Erst vor wenigen Monaten hatte der Konzern mit einer Finte angedeutet, er wolle sich aus Europa zurückziehen. Dieser PR-Trick scheint funktioniert zu haben: Obwohl das EU-Parlament die Neuzulassung von Glyphosat noch etwas verzögern konnte, hat sich der Konzern jetzt durchgesetzt – wohl auch, weil der öffentliche Protest gegen das Ansinnen in den vergangenen Monaten eher verhalten geblieben war.

Quelle


Dass diese Bundesregierung keine Regierung ist beweist sie tagtäglich. Nicht umsonst haben mehr Lobbyisten einen Zugang zum Bundestag als Politiker selbst.

Diese Lobbyisten bestimmen was in der Deutschen Politik abgeht.

Collage_Glypho_BASF_Monsanto_Bayer_SyngentaGlaube niemand, dass es in der EU anders aussieht. Die BRD und die EU sind nicht weiter als große von den USA aus gesteuerte Sauhaufen und die Politiker zum Teil die größten Schweine die Deutschland je hervor brachte.

Gruß aus Uruguay

Peter

Die größte Kornkammer Europas.

Die größte Kornkammer Europas.

Ukraine wird “Kornkammer” für gentechnisch veränderten Getreideanbau.

Europäische Union als Steigbügelhalter der Chemie- und Biotechnologie-Konzerne im gnadenlosen Kampf um die ukrainischen Felder. Nach der Katastrophe von Tschernobyl erlebt die Ukraine nach dreißig Jahren ein neues ökologisches Desaster noch ungeahnten Ausmaßes.

Das bis heute umkämpfte Land ist weltweit der dritt größte Exporteur von Mais und der fünft größte Exporteur von Weizen. Mit mehr als zweiunddreißig Millionen Hektar fruchtbaren Ackerlands entsprechen die Anbauflächen einem Drittel der gesamten Landwirtschaftsfläche in der Europäischen Union.

Wer hat ein so großes Interesse an der “modernisierten” ukrainischen Nahrungsmittelproduktion? Neben dem Aspekt der weltweiten Privatisierung von Wasserspeichern, Wäldern, dem Energiesektor und kommunalen Versorgungseinrichtungen sind es vor allem die Gentechnik-Konzerne, die mit brachialer Gewalt ihre Interessen hier durchsetzen. Monsanto, Cargill und DuPont haben schon Milliarden investiert in Landkäufe und in die Errichtungen von Industrieanlagen für Pflanzenschutzmittel, Saatgut, Düngemittel, Getreidelagerung, Tierfutter.

Im März 2014, nur wenige Wochen nachdem Präsident Janukowitsch (der das E.U.-Abkommen ablehnte) in einem vom Westen initiierten Staatsstreich, getarnt als Bürgeraufstand, abgesetzt wurde, investierte Monsanto einhundertundvierzig Millionen U.S.-Dollar in den Aufbau einer neuen Saatgutanlage in der Ukraine.

Cargill besitzt nun mindestens vier Getreidesilos und zwei Sonnenblumenverarbeitungsanlagen für die Produktion von Sonnenblumenöl. Das Unternehmen ist seit über zwanzig Jahren in der Ukraine tätig mit Standorten in Kiew, Donezk, Kakhovka, Kutsovka, Braginovka, Balakeya, Konstantinovka, Korystovka und Khaschevatoye.

Im Dezember 2013 kaufte das Unternehmen eine mit einer “25% + 1 Aktie” die Beteiligung an einem Getreideterminal am russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk mit einer Kapazität von 3,5 Millionen Tonnen Getreide pro Jahr.

Alle Aspekte der ukrainischen landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette – von der Erzeugung von Saatgut und anderen agrartechnischen Produktionsmitteln bis zum tatsächlichen Versand der Waren aus dem Land werden zunehmend von westlichen Firmen kontrolliert.

Hier weiter lesen: Antikrieg

Monsanto Ukraine
101-A Volodymyrska St.
Kiew 01033 Ukraine
Tel: (+38044) 490 7575
Fax: (+38044) 490 0145

Quelle

Diese Drecksfirma will Europa verpessten!

Diese Drecksfirma will Europa verpessten!

 

 

 

Monasanto – Die sind auf Lügen spezialisiert!

Monasanto – Die sind auf Lügen spezialisiert!

Alternative Nobelpreisträgerin über Gentech

“Die sind auf Lügen spezialisiert”

Vandana Shiva über das Saatgutmonopol vom Gentech-Giganten Monsanto, Selbstmord von 250.000 indischen Bauern und Baumwolle.

Indische Farmer pflügen ein Feld, bevor sie Baumwolle aussäen.

Indische Farmer pflügen ein Feld, bevor sie Baumwolle aussäen.

Frau Shiva, Sie kämpfen gerade gegen den Plan der indischen Regierung, die Zulassung von Gentech-Pflanzen zu vereinfachen. Aber 95 Prozent der Baumwolle in Indien ist bereits gentechnisch verändert – also scheint Gentechnik aus Sicht der Bauern zu funktionieren, oder?

Vandana Shiva: Nein. Wenn Sie in ein Saatgutgeschäft im Bundesstaat Kerala gehen, werden Sie dort nur Gentech-Baumwolle unter den verschiedenen Markennamen von Firmen finden, die der US-Hersteller Monsanto aufgekauft hat. Die Bauern müssen die Gentech-Baumwolle kaufen, weil nichts anders mehr angeboten wird.

Gibt es denn keine Konkurrenz?

Andere Saatgutfirmen knebelt Monsanto mit Lizenzgebühren und Verträgen, sodass sie nur noch seine Samen verkaufen dürfen. Und was die fünf großen Saatgutkonzerne angeht: BASF etwa ist kein Konkurrent. Sie haben Verträge und gemeinsame Forschungsprojekte mit Monsanto.

Hat die Einführung der Gentechnik den Bauern geschadet?

Wegen des Saatgutmonopols haben sich 250.000 Bauern in Indien umgebracht. Die Suizide häufen sich in den Baumwollregionen, besonders seit der Einführung der Gentech-Baumwolle im Jahr 2002. Damals sind die Kosten für Saatgut drastisch gestiegen. Deshalb machen die Bauern Schulden, die sie oft nicht mehr bedienen können – viele bringen sich dann um.

Die Konzerne sagen, Gentech-Saatgut sei teurer, aber dafür verschaffe es den Bauern höhere Gewinne.

Nirgendwo hat die Gentechnik den Ertrag einer Pflanze erhöht. In Indien haben sie versprochen, dass Gentech-Pflanzen 1.500 Kilogramm pro Acre (0,4 Hektar) bringen. Und jetzt mussten sie zugeben: Es sind 400 bis 500 Kilogramm. Unseren Daten zufolge sind es nur 300 bis 400 – im Durchschnitt. Monsanto ist eben spezialisiert auf Lügen. In Wirklichkeit kann man auch mit Gentech-Pflanzen für die Lebensmittelproduktion das Hungerproblem nicht lösen.

Viele Gentech-Pflanzen produzieren Gifte gegen Schädlinge. Lassen sich so nicht umweltschädliche und teure Pestizide einsparen?

Daten der Bauern zeigen, dass mit Gentech-Baumwolle 13-mal so viele Pestizide nötig sind. Genforscher der Universität Delaware haben gerade eine Studie veröffentlicht, die ergab, dass die genetische Manipulation Pflanzen anfälliger für Krankheiten und Schädlinge macht. Als ich dieses Jahr in einer indischen Anbauregion war, kämpften sie mit einer Krankheit, die die Pflanze im Wurzelbereich würgt, sodass kein Wasser nach oben gelangen kann. Jedes Jahr gibt es eine neue Krankheit.

Wie reagieren Schädlinge auf die Gentech-Pflanzen?

Vergangenes Jahr ist der wichtigste Schädling unempfindlich gegen Monsantos Baumwolle Bollgard I geworden. Die Resistenzen entstehen schneller, weil die Schädlinge durch die Gentech-Pflanze ständig dem Selektionsdruck ausgesetzt sind und nicht nur bei Pestizidspritzungen.

Hat die Gentech-Baumwolle davor nicht mehr als ein Jahrzehnt lang funktioniert?

Ein Jahrzehnt ist zu kurz in der Geschichte der Menschheit.

Die Hersteller kontern: Wir entwickeln dann einfach neue Pflanzen.

Einstein sagte: Ein klares Zeichen für Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu machen, aber ein unterschiedliches Ergebnis zu erwarten. Die Strategie ist falsch. Es wird nur Superunkräuter und Superschädlinge geben.

Ist es kein Erfolg der Gentechnik, dass Indien seit Einführung des Gentech-Saatguts viel mehr Baumwolle produziert?

Nein. Der Punkt ist, dass sie von einer vielfältigen Landwirtschaft zur Monokultur übergegangen sind. Wenn man Baumwolle zusammen mit Sorghum, Chili und Bohnen anbaut, hat man Baumwolle, Sorghum, Chili und Bohnen. Wenn man nur noch Baumwolle anbaut, hat man natürlich mehr Baumwolle. Der Grund sind aber nicht die Gentech-Pflanzen.

Die Gentechnik-Konzerne versprechen, besser an den Klimawandel angepasste Pflanzen zu entwickeln. Was ist daran so schlecht?

Wir haben schon Pflanzen, die an den Klimawandel angepasst sind, zum Beispiel Saatgut, das gut mit Dürre oder Überschwemmungen klarkommt. Der sogenannte dürreresistente Gentech-Mais dagegen wächst gut in einem Dürrejahr und sehr schlecht in einem normalen Jahr. Traditionelle Sorten dagegen haben ein sehr breites Spektrum.

Die Firmen argumentieren, dass die Entwicklung solcher Pflanzen erst am Anfang stünde. In ein paar Jahren werde es besser funktionieren.

Gentechnik ist sehr langsam, was die klimatische Widerstandsfähigkeit angeht. Die Bauern sind ihr Jahrhunderte voraus im Entwickeln solcher Eigenschaften von Pflanzen. Wenn da schon tausend Jahre Arbeit getan wurde, würde ich darauf vertrauen und nicht auf ein fünf Jahre altes Experiment. Und dieses Experiment würde auch noch an Patente gebunden sein. Wenn Sie Kleinbauer in Asien sind und ein Zyklon verwüstet Ihre Region, dann müssten Sie immer noch Lizenzgebühren für diese neue Pflanzen zahlen. Wir können nicht die Zukunft ganzer Gemeinschaften in die Hände eines rücksichtslosen Players legen, der falsche Versprechen macht und ins Saatgutgeschäft nur einsteigt, um mit Lizenzgebühren Riesenprofite zu machen. Das ist zu risikoreich.

Sie kritisieren auch, dass nur eine Handvoll Unternehmen den Markt für Gentech-Saatgut beherrscht. Warum also nicht kleinen Konkurrenten helfen?

Gentechnik ist nur eine von vielen Züchtungsstrategien. Zudem ist sie die unzuverlässigste. Es wurde behauptet, weil sie auf Molekularebene arbeitet, sei sie genauer. Dabei beschießen Gentechniker im Labor Erbgut blindlings mit Genen. Man weiß nicht, was dabei mit den Pflanzen passiert. Beim herkömmlichen Züchten durch Selektion und Kreuzung dagegen weiß man genau, was mit diesen Pflanzen ist.

Bei der Gentechnik kommen am Ende allerdings Pflanzen heraus, die nur in ein oder zwei Genen von der Ursprungspflanze abweichen. Ist das nicht genau genug?

Nein. Denn man weiß nicht, ob das künstlich eingebaute Gen in die Pflanze oder in den Boden geht. Es gibt Untersuchungen, wonach in vier Jahren 22 Prozent der Nützlinge auf Feldern von Gentech-Pflanzen, die das Insektengift BT produzieren, getötet wurden. Man weiß nicht, wie diese Pflanzen auf Bestäuber wie Bienen wirken. Man weiß nicht, was sie mit Lebensmitteln machen. Der französische Wissenschaftler Gilles-Eric Séralini hat Daten von Monsanto selbst analysiert und gezeigt, dass Organe von Ratten versagten, die BT-Mais gefressen haben.

Das ist umstritten, und andere Forscher sehen keine Gefahr für die Gesundheit. Kennen Sie weitere Belege dafür, dass Gentech-Essen gesundheitsschädlich ist?

Das größte Problem ist, dass das Land, das Gentechnik besonders fördert, die USA, alle Sicherheitstests verhindert – mit der Behauptung, dass Genpflanzen im Prinzip genauso seien wie konventionelle. Sie sagen, es gebe keinen Beweis für die Gesundheitsschädlichkeit. Aber sie haben gar nicht nach dem Beweis gesucht.

Welche durch Gentechnik verursachte Schäden sind denn schon nachgewiesen?

In zwei Fällen ist die Beweislage sehr klar: Erstens verringern Monsantos Monopol und Gentech-Saatgut die Artenvielfalt, die Bauern zur Verfügung steht. Zweitens verschmutzen sie die Umwelt. Monsanto kann nicht behaupten: Das Feld des kanadischen Landwirts Percy Schmeiser wurde nicht von Gentech-Pflanzen kontaminiert. Schließlich hat die Firma Schmeiser sogar verklagt, weil er ihre Patentrechte verletzt habe. Und Kanada kann keinen Raps mehr nach Europa verkaufen, weil er kontaminiert ist.

Ihr Alternativmodell zur Gentech-Landwirtschaft ist der Ökologische Landbau ohne Pestizide und Kunstdünger. Sind hierbei die Ernten nicht viel geringer?

Nein. Wenn die Landwirtschaft so betrieben würde, wie wir es tun mit den 500.000 Bauern in Indien, mit denen wir zusammenarbeiten, würde Indien doppelt so viel Lebensmittel und Nährstoffe zur Verfügung haben. Der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, hat einen Report herausgegeben, wonach wir mit agroökologischen Prinzipien die Produktion verdoppeln könnten.

 

Agro-Gentechnik

Wissenschaftler können mithilfe der Gentechnik das Erbgut etwa von Pflanzen verändern. Anders als bei der herkömmlichen Züchtung lassen sich so Gene sogar über Artgrenzen hinweg übertragen. Die meisten Gentech-Pflanzen sind gegen ein bestimmtes Pestizid resistent oder produzieren selbst ein Gift gegen Schädlinge.

Im vergangenen Jahr wuchsen nach Industrieangaben gentechnisch veränderte Pflanzen auf einer Fläche von 148 Millionen Hektar (sechsmal so groß wie Großbritannien). Das entspricht 10 Prozent der gesamten Anbaufläche. Die meisten Pflanzen kommen von dem US-Hersteller Monsanto.

Indien ist nach den USA, Brasilien und Argentinien das Land mit der viergrößten Anbaufläche für Gentech-Pflanzen. Die Industrie benutzt das indische Beispiel deshalb gern als Beleg der These, dass die Technik auch in kleinbäuerlich geprägten Entwicklungsländern Nutzen bringe.

Derzeit arbeitet die Regierung in Neu-Delhi an einem Gesetz über eine zentrale Zulassungsbehörde für Gentechnik-Pflanzen. Die Saatgutkonzerne haben diesen Plan bereits begrüßt, weil sie dann nur noch eine Institution statt wie bisher mehrere Ämter überzeugen müssten.

Auch auf der jährlichen Konferenz der Vereinten Nationen für Nichtregierungsorganisationen, die am Samstag in Bonn beginnt, diskutieren Aktivisten über die Gentechnik. Die Alternative Nobelpreisträgerin Vandana Shiva wird bei der Auftaktveranstaltung des Treffens sprechen, zu dem 1.600 Teilnehmer erwartet werden.

Vandana Shiva

Die 58 Jahre alte Inderin genießt in der Bewegung gegen die Agro-Gentechnik Starstatus. Ihre Vorträge ziehen regelmäßig Hunderte von Zuhörern an. Die Umweltaktivistin und Feministin gründete 1991 die Organisation Navdanya, die traditionelles Saatgut in Indien sammelt und verteilt. Zudem schult sie Bauern in Biolandwirtschaft.Am 6. Oktober will Shiva in London einen neuen Bericht über den US-Gentechnikhersteller Monsanto vorstellen. Hauptthese: Die Gentechnik ist gescheitert.

Der Zwang zum Monsanto Samen!

Der Zwang zum Monsanto Samen!
Zwang zu Ambau von Monsanto

Gen Pflanzen von Monsanto

USA zwingen El Salvador, Monsanto-Samen zu kaufen

Die US-Regierung hat Zahlungen aus einem Entwicklungshilfe-Fonds an El-Salvador an den Kauf gentechnisch veränderten Saatguts von Monsanto gebunden. Ohne die US-Unterschrift gehen EL Salvador 300 Millionen Dollar Entwicklungshilfe verloren. Bauern protestierten vor der US-Botschaft gegen den Druck aus Washington.

Die US-Regierung hat Zahlungen aus einem Entwicklungshilfe-Fonds an El-Salvador an den Kauf gentechnisch veränderten Saatguts von Monsanto gebunden.

Die Auszahlung der zweiten Tranche aus dem Millenium-Challenge-Account wurde solange auf Eis gelegt, bis die Empfängerländer bestimmte Wirtschafts- und Umwelt-Reformen umsetzten, eine davon umfasst auch den Kauf genmanipulierten Saatguts. Die US-Botschafterin in El Salvador übte Druck auf die Regierung aus, Samen von US-Herstellern zu kaufen, statt wie bisher auf regionales Saatgut zurückzugreifen.

Ohne die US-Unterschrift werden EL Salvador vereinbarte Entwicklungshilfen über 277 Millionen Dollar vorenthalten. Die Millenium Challenge Cooporation sollte die Gelder offiziell staatenunabhängig verteilen.

Wie Medien in EL Salvador berichten, haben mehrere Bauernverbände eine Demonstration vor der US-Botschaft organisiert, um gegen den Druck der Botschafterin Mari Carmen Aponte zu protestieren.

„Uns ist der Geduldsfaden gerissen, weil die US-Regierung über ihre Botschafterin mit dem Geld aus dem Millenium-Fonds droht nur weil wir Monsanto keinen Genmais abkaufen wollen“, sagte Miguel Aleman von der Landwirtschaftlichen Organisation CONFRAS.

Er forderte die Botschafterin auf, die Bauern in Ruhe zu lassen und ihre Souveränität und Menschenwürde zu respektieren. „Es ist nicht tolerierbar, dass die Regierung eines der reichsten Länder der Welt uns beim Anbau unserer eigenen Nahrung Hindernisse in den Weg stellt“, so Aleman.

Was wir von den JewSA zu halten haben wissen wir ja zu genüge.

Kein Land braucht solche Freunde die einen erpressen.

TOP! Kanada sagt NEIN zu Monsanto!

TOP! Kanada sagt NEIN zu Monsanto!

Ein weiteres Land sagt nein zu Monsanto.

Die Luft wird für den alle vernichtenden Konzern Monsanto immer dünner.

Dennoch ist Monsanto in viel zu Vielen Staaten aktiv und das schlimme ist, sie verschleiern ihre Aktivitäten wie man im Monsanto Report nachlesen kann.

Doch hier zum eigentlichen Artikel!

Der Kampf in Montreal, Levis, Quebec City, Toronto und mehr als 35 weiteren Städten gegen den Einsatz von GVO hat sich in Kanada bezahlt gemacht. Die ersten Lizenzen wurden bereits auf Eis gelegt, nachdem zehntausende Kanadier zum wiederholten Male ihren Unwillen gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel ausgedrückt haben.

Lesen Sie weiter bei den Netzfrauen!

Nein zu Monsanto

Kanada sagt nein zu Monsanto